DER PARTEITAG DER SOZIALDEMOKRATEN IN WIESBADEN LIVEWahl-Klatsche für Nahles
Neue SPD-Partei-Chefin erhielt nur 66,35 Prozent der Stimmen
Enttäuschung beim SPD-Parteitag in Wiesbaden!
Erstmals in ihrer 155-jährigen Parteigeschichte hat die SPD eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.
►Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles (47) bekam 66,36 Prozent der Stimmen der rund 600 Delegierten.
Damit setzte sich Nahles zwar klar gegen Ihre Herausforderin, die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (41), durch. Dennoch kann sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein: es ist das zweitschlechteste in der Geschichte der SPD.
ANDREA NAHLES

„Nahles kann Schröder“
Andrea Nahles will sich auf dem SPD-Parteitag zur Parteivorsitzenden wählen lassen. Welche Erwartungen haben Unternehmer sie?
Umfrage-Klatsche für Nahles
Am Wochenende will Andrea Nahles die erste Frau an der Spitze der SPD werden. Die Bevölkerung traut ihr ihre neue Aufgabe kaum zu.
Nur Oskar Lafontaine versammelte 1995 noch weniger Genossen hinter sich und erhielt nur 62,6 Prozent der Stimmen.
► Das aktuelle Wahlergebnis: Von den 631 Stimmen waren sieben ungültig. Es gab 38 Enthaltungen.
Für Lange stimmten 172 Delegierte, für Nahles 414.
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Andrea Nahles ist in der Vulkaneifel aufgewachsen. Vielleicht erklärt das ihre Explosivität.
„Wir sollten uns unterhaken“
Sie wolle den Zusammenhalt in ihrer Partei stärken. „Das ist noch ausbaufähig“, sagte Nahles zum Abschluss des Sonderparteitags der Sozialdemokraten. „Dafür werde ich arbeiten, dafür werde ich auch rackern.“
Dass viel zu tun sei, habe eine Arbeiterpartei noch nie geschreckt. „Wir sollten uns unterhaken.“ In der SPD hatte es zuletzt heftige Auseinandersetzungen über eine neue große Koalition mit der Union und den politischen Kurs gegeben.
DER PARTEITAG
Es war erst die zweite Kampfkandidatur bei einem SPD-Bundesparteitag. 1995 hatte Oskar Lafontaine – unterstützt von der damaligen Jusos-Chefin Nahles – den Vorsitzenden Rudolf Scharping gestürzt.
Und es war außerdem der fünfte SPD-Parteitag in 13 Monaten.
Bei der Bundestagswahl waren die Sozialdemokraten auf 20,5 Prozent abgestürzt, gerade in Ostdeutschland ist die einstige linke Volkspartei von der rechtspopulistischen AfD überrundet worden.


