EU Brexit: Brüssel bleibt noch gelassen


Was passiert nach einem möglichen Brexit in Brüssel? Zunächst nicht viel, denn die Scheidung von den Briten würde Jahre dauern. Niemand weiß etwas Genaues. Aus der EU-Hauptstadt Bernd Riegert.
 Pub Old Hack gegenüber der EU-Kommission
Im Schatten der EU-Kommission: Das Pub, in dem auch Briten trinken
Der Wirt des Pubs "The Old Hack" direkt gegenüber der Zentrale der EU-Kommission in Brüssel bleibt gelassen. Ein Brexit, also ein Austritt Großbritanniens aus der EU nach 43 Jahren Mitgliedschaft, würde sein Geschäft nicht groß beeinflussen. "Getrunken wird immer", scherzt der aus Irland stammende Geschäftsmann, während er ein helles Bier zapft. Außerdem würden die britischen Beamten in der EU-Kommission, im Auswärtigen Dienst der EU und im Ministerrat ja nicht schlagartig Brüssel verlassen. Nur einer der Stammgäste würde wahrscheinlich nicht mehr so oft ins "Old Hack" kommen: Nigel Farage, Europa-Abgeordneter der "United Kingdom Independence Party" (UKIP), der seit 1999 für den Austritt seiner Heimat aus der EU kämpft. "Der war oft hier und will noch eine große Abschiedsparty schmeißen, falls der Brexit kommt", erzählt der Wirt.
Briten könnten weiter arbeiten
Juncker mit Hill erste Sitzung der neuen EU Kommission 05.11.2014 Brüssel
Verlorener Posten: Britischer EU-Kommissar Hill (re.)
Rund 1200 britische Staatsbürger arbeiten in der EU-Kommission. Nur wenige von ihnen, die einen politischen Spitzenposten als Generaldirektor innehaben, oder der EU-Kommissar für den Kapitalmarkt, Jonathan Hill, müssten wohl schnell ihre Posten räumen. Auch der britische Richter am Europäischen Gerichtshof oder der Chef der Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, müssten gehen. Alle anderen könnten weiterarbeiten, meint die zuständige Gewerkschaft, denn die Arbeitsverträge seien ja mit den einzelnen Menschen geschlossen worden, nicht mit dem Land Großbritannien. Pierre Bacri von der "Europäischen Beamten-Vereinigung" meinte in Brüssel, man werde eine "vernünftige Regelung" finden. Ein Brexit wäre eine schlechte Nachricht für die, die einen britischen Pass haben, meint Janis Emmanouilidis von der Denkfabrik "European Policy Centre": "Es könnte trotzdem einen Weg geben, sie weiter als Beamte arbeiten zu lassen. Aber die Jüngeren werden sich fragen, will ich wirklich in der EU arbeiten, wo mein eigenes Land nicht mehr vertreten ist? Was bedeutet das für meine eigene Karriere?"
"Ein Sprung ins dunkle Loch"
Glenis Willmott Europaabgeordnete Großbritannien
Willmott: Abgeordnete bis 2019
Die 73 Europaabgeordneten aus Großbritannien müssten eigentlich auch ihre Koffer packen, aber die Labour-Abgeordnete Dame Glenis Willmott geht davon aus, dass sie fast bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode 2019 bleiben könnte. Denn es würde mehrere Jahre dauern, bis die Modalitäten für einen Austritt aus der EU verhandelt sind und die Beziehungen tatsächlich gekappt würden, so Willmott im Gespräch mit der DW. "Ich nehme an, dass unsere Mitarbeiter bis zum Ende unseres Mandats bleiben können, also bis zur nächsten Europa-Wahl. Aber darüber hat mit uns eigentlich noch niemand gesprochen." Glenis Willmott macht zurzeit Wahlkampf für einen Verbleib der Briten in der EU. Dabei ginge es nicht um ihren Job, sondern um das große Ganze: "Es gibt so viel Unbekanntes. Das ist ein Sprung in ein dunkles Loch, wenn die Menschen für den Austritt stimmen. Wir wären besser dran und stärker, wenn wir weiter zusammenarbeiten."
"Eine Menge Fragezeichen"
Belgien Brüssel Janis Emmanouilidis , European Policy Centre
Emmanouilidis: Eine anstrengende Trennung
Die EU-Kommission und auch der Ministerrat der EU, die Vertretung der Mitgliedsstaaten, äußern sich nicht offiziell zu Brexit-Szenarien. Es gebe weder einen Plan B noch Überlegungen, wie der Ausstieg verhandelt werden sollte, teilte ein Sprecher mit. Der entsprechende Paragraf 50 im Europäischen Vertrag von Lissabon sagt lediglich, dass der Mitgliedsstaat schriftlich seine Austrittsabsicht ankündigen muss, und dann innerhalb von zwei Jahren die Einzelheiten verhandelt werden sollen. Umstritten ist, ob Großbritannien in dieser Übergangsphase im Rat dann noch mitstimmen dürfte, ob es in den EU-Haushalt einzahlen müsste und ob es noch Zuschüsse aus dem gemeinsamen Haushalt in Brüssel erhält. Aus der EU-Kommission hört man hinter vorgehaltener Hand, dass Großbritannien im Fall eines Brexit mehr oder weniger sofort von Entscheidungen ausgeschlossen würde. Der EU-Experte Janis Emmanouilidis sieht das aber anders: "Bei politischen Fragen wird man sehen, ob Großbritannien sich dafür entscheidet, sich nicht mehr zu engagieren. Vom rechtlichen Standpunkt her hätte es das Recht, abzustimmen und teilzunehmen." Janis Emmanouilidis ist sich im Interview mit der DW aber auch nicht ganz sicher, wie Brexit-Verhandlungen laufen würden: "Das gab es noch nie. Man begibt sich in unbekannte Gewässer, die noch keiner erkundet hat. Es wäre das allererste Mal mit einer Menge Fragezeichen."
Rosenkrieg oder gütliche Scheidung?
 

Die übrigen 27 Mitgliedsstaaten würden Großbritannien den Ausstieg aus der EU nicht allzu leicht machen wollen. Da ist sich Janis Emmanouilidis vom "European Policy Centre" allerdings sicher. Welches Verhältnis die EU und ein ausgeschiedenes Vereinigtes Königreich in Zukunft pflegen würden, ist unklar. "Es wird ein langer und anstrengender Prozess, von dem wir nicht wissen, wie lange er eigentlich dauern wird. Es ist kein nettes Verfahren, dem wir dann zuschauen müssen." Auch die Europa-Abgeordnete Glenis Willmott ist unsicher, wie es nach einer Scheidung von der EU weitergehen sollte. Die Brexit-Befürworter hätten dafür keinen Plan. "Wenn man mit den Leuten von der 'Austreten'-Seite spricht, dann haben sie keine Ahnung und keine Antworten, welches Verhältnis wir dann zu Europa haben würden. Wäre es ein Freihandelsabkommen? Hätten wir einen Status wie Norwegen? Wir haben überhaupt keine Vorstellung, was passieren würde."
Rückkehr zur EFTA?
Nigel Farage, Brexit-Kämpfer von der UKIP, will, dass ein souveränes Großbritannien weiter Handel mit dem Rest Europas treibt, aber natürlich ohne weiter für Europa zahlen zu müssen. Großbritannien könnte theoretisch wieder der EFTA beitreten. EFTA ist eine europäische Freihandelszone, der im Moment Norwegen, Liechtenstein, die Schweiz und Island angehören. Diese Länder genießen freien Zugang zu den EU-Märkten und können an EU-Programmen teilnehmen. Sie dürfen jedoch nicht mitentscheiden. Und sie müssen eine Art Mitgliedsbeitrag zahlen. Norwegen zum Beispiel zahlt nach Angaben der norwegischen Botschaft in Brüssel jährlich 866 Millionen Euro in den EU-Haushalt ein.
Brexit Brüssel Türschild an der Rue Audergem Nummer 10 in Brüssel
Nummer 10: Nicht Downing Street, sondern Ave. d'Auderghem. Die britische EU-Vertretung würde schrumpfen, aber nicht ganz aufgelöst
Würde man diesen Beitrag an die Bevölkerungsgröße und die Wirtschaftsleistung Großbritanniens anpassen, würde sich ein EFTA-Beitrag von fast neun Milliarden Euro ergeben. Das wären nur zwei Milliarden Euro weniger als die heutigen Nettozahlungen des Vollmitgliedes Großbritannien in den EU-Haushalt. Bis zu ihrem Beitritt zur EU im Jahr 1973 waren die Briten schon einmal Mitglied in der Europäischen Freihandelsgemeinschaft.
In Brüssel sind kurz vor dem Referendum über den möglichen Brexit viele Fragen offen. Die britischen Bürger in Brüssel und die EU-Institutionen verfahren nach dem geflügelten britischen Wort: "Keep calm and carry on!" Aber die Nervosität wachse langsam, glaubt der EU-Experte Janis Emmanouilidis. Und es gibt ja noch eine Hintertür: "Viele Briten werden ihr Recht nutzen und die belgische Staatsbürgerschaft erwerben. Oder sie nehmen die Nationalität ihrer Ehepartner an, sofern diese nicht Briten sind."

GROSSBRITANNIEN Die deutsche Angst vor dem Alleinsein


Wie kaum eine andere Regierungschefin hat sich Angela Merkel bemüht, die Briten in der EU zu halten. Und nicht nur die Kanzlerin. Kein Wunder, bei einem Brexit verlöre gerade Deutschland einen wichtigen Partner.
Premier Cameron und Kanzlerin Merkel (Foto: dpa/Denis Closon)
Deutsche Politiker wollen sich normalerweise nicht in die britische Debatte einmischen. Sie befürchten, das würde eher das Lager der Austrittsbefürworter stärken. Doch inzwischen, da laut jüngsten Umfragen ein Brexit durchaus möglich scheint, macht sich in Berlin eine gewisse Panik breit. Die Bundesregierung wünscht sich sehnlichst, die Briten würden bleiben.
Vizekanzler Sigmar Gabriel warnte Anfang des Monats vor "dramatischen" wirtschaftlichen und politischen Folgen für beide Seiten, sollten die Briten die EU verlassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel versuchte es positiv und sagte: "Ich persönlich wünsche mir, dass Großbritannien Teil der EU bleibt."Der deutsche CDU-Europaabgeordnete David McAllister, der auch die britische Staatsbürgerschaft hat, meint gegenüber der Deutschen Welle: "Eine Europäische Union ohne das Vereinigte Königreich wäre mit Sicherheit keine bessere EU. Die Briten sind traditionell eine treibende Kraft bei Fragen des Binnenmarkts, bei Fragen des Freihandels. Sie haben einen exzellenten diplomatischen Dienst, und sie haben sehr starke Streitkräfte. All das sind gute Argumente, dass das Vereinigte Königreich in der EU bleibt."
Auch die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung will die Briten weiterhin in der EU haben. In einer von der DW in Auftrag gegebenen infratest-dimap-Umfrage vom April wünschten sich das 78 Prozent der Befragten. Es war der höchste Wert unter fünf europäischen Nationen einschließlich Großbritanniens selbst.
Infografik Soll Großbritannien in der EU bleiben?
Umfrage im April: anglophile Deutsche
Gemeinsame Werte
Die regierenden Konservativen in Großbritannien sind zwar gespalten hinsichtlich der EU-Mitgliedschaft. Doch es gibt eine Menge Sympathie für die Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel und gegenüber Deutschland allgemein. Martin Callanan, früher Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten im Europaparlament und heute Mitglied des britischen Oberhauses, hat einmal im DW-Interview gesagt: "Merkel ist Cameron bei einer Reihe von wichtigen Fragen sehr nahe. In Wirtschaftsfragen, wenn es um offene Märkte und Freihandel und strikte Haushaltspolitik geht, haben wir Konservative viel mit Berlin gemeinsam."
Callanan sah sogar eine Art natürliche Allianz. Das Vereinigte Königreich und Deutschland "werden immer mehr zu den beiden Anführern Nordeuropas, während Frankreich der geistige Führer Südeuropas wird". Frankreich mit seinem Staatsinterventionismus und das wettbewerbsorientierte Deutschland seien zwar geographische Nachbarn, so Callanan "aber sie sind auf keinen Fall mehr ideologische Nachbarn".
Ein Zeichen auch der engen persönlichen Beziehungen war, dass Merkel mit ihrem Mann einmal in Camerons Residenz Chequers eingeladen war und die Kanzlerin umgekehrt die ganze Familie Cameron auf ein Wochenende nach Schloss Meseberg einlud. Diese Ehre wurde dem französischen Präsidenten François Hollande weder in Großbritannien noch in Deutschland je zuteil, obwohl Frankreich als engster Partner Deutschlands gilt.
Flüchtlinge mit Merkel-Schild
(Foto: Reuters/M. Djurica)
"Viele Briten meinen, die Deutschen hätten ihr Gehirn verloren."
Wendepunkt Flüchtlingskrise
Doch das war vor der Flüchtlingskrise. Und der völlig entgegengesetzte Umgang Merkels und Camerons in dieser Frage hat viel von der Gemeinsamkeit zerstört. Während Merkel eine Politik der offenen Tür betrieb und sich mit Flüchtlingen ablichten ließ, verweigerte Cameron den Migranten von Calais, die verzweifelt versuchten, nach Großbritannien zu kommen, kategorisch die Einreise.
Auch in der Brexit-Debatte in Großbritannien spielt das Thema unerwünschte Einwanderung eine entscheidende Rolle. Die Austrittsbefürworter erwähnen immer wieder Merkels Politik als abschreckendes Beispiel. Der britische Historiker Anthony Glees sagte im Herbst auf dem Höhepunkt des unkontrollierten Migrantenzuzugs im Deutschlandfunk: "Viele Briten meinen, die Deutschen hätten ihr Gehirn verloren." Sollten sich die Briten mehrheitlich für einen EU-Austritt aussprechen, wäre die Flüchtlingskrise und Merkels Umgang mit ihr kein unwichtiger Faktor.
Portemonnaie mit Scheinen
(Foto: dapd)
Wird Deutschland bei einem Brexit nur noch Zahlmeister sein?
Was wäre wenn?
Sollte es tatsächlich so kommen, so sagen die meisten Experten auf beiden Seiten des Kanals wirtschaftliche Nachteile für Großbritannien voraus. Doch was würde ein britischer Austritt mit der EU und speziell mit den Deutschen in der EU machen? Michael Kunert ist Geschäftsführer von infratest-dimap, das die DW-Umfrage durchgeführt hat. Er glaubt, ein Grund, warum so viele Deutsche die Briten gern weiter in der EU sähen, sei, "dass ein Austritt auch ein Signal für eine weitere Desintegration der EU wäre", dass Großbritannien nur der erste Dominostein für einen allgemeinen Zerfall der Union wäre.
In jedem Fall würde Deutschland einen Partner im Kampf für mehr wirtschaftliche und finanzielle Stabilität verlieren. Europa würde "südlicher". Guntram Wolff, Direktor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, deutet die Befürchtungen im Berliner Regierungsviertel im Fall eines britischen Austritts so: "Wir werden mit all den ausgabefreundlichen Mittelmeerländern alleingelassen mit ihrer Vorliebe für Umverteilung, und wir werden für sie zahlen müssen. Das ist die große Angst."

José Luis Borges: “El laberinto de su obra visionaria vive”


En el 30 aniversario de la muerte de Jorge Luis Borges, la vitalidad de la obra del escritor argentino pone de manifiesto su carácter trascendental. La profundidad de sus textos invita a redescubrirlo una y otra vez.
Jorge Luis Borges
Jorge Luis Borges
Hace tres décadas enmudeció la pluma de uno de los grandes maestros de la literatura hispanoparlante: víctima de un cáncer, Jorge Luis Borges murió el 14 de junio de 1986 en Ginebra, Suiza. Sin embargo, el eco de su voz literaria, que ha sido traducida a más de 25 idiomas, aún retumba en el mundo de las letras.
La obra del escritor argentino polariza hasta nuestros días. Citado preferentemente por intelectuales, lectores potenciales guardan distancia por considerar sus textos demasiado pesados. “Hay que aprender a leer la obra de Borges, porque su estructura no es tradicional”, dice al respecto Rafael Olea Franco, del Centro de Estudios Lingüísticos y Literarios del Colegio de México. “La gente suele decir que son cuentos, pero no lo son, quizá la mejor palabra para describirlos sería relatos. Estos pueden resultar difíciles para algunos porque en medio del desarrollo de una trama con personajes de pronto aparece una reflexión de carácter ensayístico”, explica el especialista en la obra del argentino. No obstante, en la complejidad también radica su riqueza, agrega.
“Su obra visionaria vive”
¿Sigue siendo Borges un referente literario para la juventud latinoamericana a treinta años de su muerte? “La simple pregunta sobre la vigencia de su obra ya demuestra su vigencia”, apunta Olea Franco en entrevista con Deutsche Welle. El especialista mexicano señala que actualmente muchos jóvenes estudian la obra de Borges o se inspiran en ella como autores.
“El laberinto de su obra visionaria vive, está en movimiento”, asegura Roland Spiller, de la Universidad Johann Wolfgang Goethe de Fráncfort. El filólogo alemán cuenta que escritores como el marroquí Tahar Ben Jelloun o el angoleño José Eduardo Agualusa han dedicado novelas a Jorge Luis Borges. “Para Roberto Bolaño, el escritor latinoamericano contemporáneo más reconocido a nivel mundial, Borges es, junto a Julio Cortázar, la principal referencia. No obstante, también autores más jóvenes como el guatemalteco Rodrigo Rey Rosa retoman su pensamiento”, dice a DW.
“Borges es transcultural”
En opinión de Olea Franco, la obra del autor de “Ficciones” y “El Aleph” se nutre de dos vertientes: la literatura occidental con una fuerte influencia anglosajona y la literatura argentina de tradición gauchesca. Borges incluso abordó en su obra el tema de “Martín Fierro”, que tanto le gustaba.
Estatua de Borges frente a la Biblioteca Nacional de Buenos Aires.
Estatua de Borges frente a la Biblioteca Nacional de Buenos Aires.
“Borges es transcultural, porque incluye y mezcla las culturas argentina, latinoamericana, europea, judía y árabe”, destaca Roland Spiller, que explica que “La divina comedia”, de Dante Alighieri, y “Las mil y una noches” están omnipresentes en su literatura. Asimismo, los sueños “son una fuente inagotable de inspiración”.

Buscando el Aleph en BerlínPor su parte, Hans Jürgen Balmes, director del programa de literatura internacional de la editorial S. Fischer, hace hincapié en la fuerte influencia de la cultura alemana: “Algunas personas incluso lo consideran un escritor alemán, que por error empleó el idioma equivocado”. Según Balmes, Borges dedicó poemas a Klopstock y fue uno de los primeros en leer a Kafka en el continente americano. Asimismo, disfrutaba de la lectura de clásicos germanos como Hölderin, Thomas Mann, Gerhard Hauptmann, Lutero, Heinrich Heine y Schopenhauer. Poco antes de su muerte, pidió que le leyeran en alemán a Novalis. “La literatura era su patria y todos los idiomas eran su lengua materna”, acota el experto de la editorial S. Fischer.

De joven, Jorge Luis Borges vivió algunos años en España, y en el otoño de su vida se mudó a Ginebra, que consideró su segunda patria. ¿Qué impacto tuvo su obra en el viejo continente? “En Europa Borges no solo está muy presente en Francia e Inglaterra, sino también en Alemania”, dice Spiller.
Balmes lo secunda y destaca el hecho de que en Alemania se hayan publicado sucesivamente tres colecciones de las obras completas de Borges. Como anécdota agrega que hoy día algunas personas siguen buscando el Aleph en la antigua Berlín oriental.
En el trigésimo aniversario de la muerte del gran literato argentino vuelve a resucitar la pasión por su fascinante legado. Ante este escenario, Olea Franco espera que la tradición literaria de Borges se renueve y no solo se repita: “Hay que asimilar a Borges y, en caso dado, superarlo”.

Lillian Bassman con 80 años revoluciona el mujndo de la moda.


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Anneliese Seubert subida a un caballo en la neoyorquina Times Square. LILLIAN BASSMAN

La foto que ve usted aquí pudo no haber sido nunca. Se tomó en 1997 para The New York Times Magazine. Su autora, Lillian Bassman, solicitó un caballo blanco, paralizó Times Square y eclipsó su explosión de luces con una producción de moda como salida de un sueño. Por entonces podía pedir lo que quisiera. Tenía 80 años y se había convertido en superestrella por sorpresa tras el objetivo. Una condición que en otro tiempo habría rechazado para sí misma, pero que asumía con su carácter relajado y sereno. Apenas un lustro antes nadie habría atendido sus requisitos. Su carrera entera había quedado enterrada en un par de bolsas de basura carcomidas por la humedad en un trastero. Las llenó ella misma. Cientos de negativos y copias que habían poblado las páginas de Harper’s Bazaar entre finales de los cuarenta y principios de los sesenta. Cuando el movimiento modderrocó el viejo sistema con modelos aniñadas que posaban con maneras de rockstar, supo que había llegado el momento de irse. Se retiró en silencio, del mismo modo en que había llegado.
Fue su amigo el historiador y comisario artístico Martin Harrison quien forzó su resurrección. Las bolsas habían aparecido después de que la fotógrafa y su marido, el también fotógrafo Paul Himmel, decidieran limpiar esa antigua cochera bajo su piso del Upper East Side para alquilársela a la pintora Helen Frankenthaler. Lo recuerda la hija de la pareja, Lizzie Himmel. “Mi padre había sido más radical que mi madre. Ambos se desencantaron en la misma época de la fotografía profesional, pero él sí que cogió dos cubos de basura y, literalmente, destruyó dentro de ellos casi toda su obra. Ella se limitó a abandonarla para centrarse en proyectos más personales”. En uno de sus viajes desde Londres, Harrison, que se quedaba en su casa, se topó con aquellas joyas palpitando en un rincón. “Lillian”, le dijo, “deberías recuperar tus viejas fotos”.
Ella hizo como que no había oído nada. Pero volvió con ellas al cuarto oscuro. Y puso a trabajar su alquimia. A hacer con las copias finales lo que Carmel Snow, la temida editora de Harper’s Bazaar, le había prohibido en los años cuarenta. A ahumar la lente de la ampliadora, exponerlas selectivamente, pincelarlas con ácidos… A subrayar ese aire onírico, etéreo, casi místico que descubrió de adolescente en las pinturas de El Greco, una de sus luminarias. Harrison promovió sus primeras exhibiciones en Nueva York y en Europa. Pronto surgió todo un movimiento reivindicándola. “Su técnica y espíritu es lo que yo quiero para mi propio proceso creativo cuando hago vestidos”, reclamaba John Galliano. “Fue uno de los primeros fotógrafos en pintar directamente sobre la copia para otorgar una nueva dimensión a la imagen”, ensalzaba Paul Smith.
Bassman falleció hace dos años, a los 94. Hoy, su hija Lizzie ha dejado de lado su propia carrera como fotógrafa para centrarse en ordenar, preservar y administrar su archivo (y lo que queda del de su padre, muerto también en 2009). Le gustaría montar con todo ello un centro fotográfico. “Mi madre no quería una fundación como la de Richard Avedon, no se consideraba lo suficientemente grande o importante. Pero mi hermano [el editor literario Eric Himmel] y yo pensamos que debería pertenecer a alguna institución docente, que la gente pueda estudiar las inventivas técnicas con las que trabajaba en el laboratorio”. Veintiséis de sus fotografías viajarán a la tienda Loewe de la calle de Serrano de Madrid entre el 30 de mayo y el 31 de agosto, en una exposición enmarcada en PhotoEspaña y comisariada por María Millán (en septiembre irán a Barcelona). Esta creadora ya pasó por el festival en 2002, en una colectiva. Quienes estuvieran en aquella inauguración la recordarán por pasear del brazo de la reina Sofía explicándole su trabajo en voz baja, con su habitual tono sosegado.
No siempre fue así. Como ha recordado su amigo Harrison, “Lillian ha jugado al póquer, bebido, fumado y bailado el lindy hop en Harlem”. Quería ser bailarina, pero una lesión temprana frustró ese sueño. Descendiente de inmigrantes judíos rusos, encarnó a esa creciente clase media que saltó de Brooklyn a Greenwich Village. Eran bohemios. Contaba que ella y su hermana dormían “en colchones sobre el suelo cubiertos por telas africanas. Tan solo se nos exigían dos cosas: que plancháramos nuestros uniformes y que nos laváramos el pelo los sábados. Por lo demás, éramos libres como pájaros”. Su madre trabajaba los veranos en una casa de huéspedes en Coney Island. En una de esas excursiones playeras conoció al que sería su futuro marido, Paul Himmel, hijo de inmigrantes ucranios. Ella tenía seis años; él, nueve. A los 15 convenció a sus padres para que les dejaran vivir en pareja. Su matrimonio duraría 73 años.

“Lillian Bassman hizo visible ese desgarrador espacio invisible entre la apariencia y la desaparición de las cosas”, dijo de ella su amigo Avedon

Juntos aprovechaban las entradas gratuitas a museos. “Pasé mi vida en exposiciones estudiando a los maestros clásicos de distintos periodos”, recordaría en una de sus últimas entrevistas. “El concepto de elegancia se retrotrae a esas primeras pinturas. Cuellos largos. La posición de la cabeza. Cómo funcionan los dedos posados sobre los tejidos. Todo eso está en mi bagaje pictórico”. Él estudió en la universidad (y finalmente, cuando desdeñó seguir siendo fotógrafo, acabaría ejerciendo de psicoterapeuta); ella, optó por el diseño textil. Hacía de modelo a tiempo parcial (“era la mejor manera de ganar 50 centavos en esa época”) para los artistas empleados por la Works Progress Administration, el programa que daba trabajo a los desempleados durante la Gran Depresión; así se pagaba las clases nocturnas de ilustración de moda. Sería fichada por el exigente director de arte de Harper’s Bazaar. “Hizo en cada momento lo que quería”, rememora su hija. “Solía decir: ‘No entiendo el feminismo’. Porque ella nunca tuvo ningún problema. Siempre se habla de que el mundo de la moda está dominado por hombres, pero conviene recordar que aquel célebre editor, Alexey Brodovitch, en realidad, era el único en una redacción llena de mujeres”.
Brodovitch, también hijo de inmigrantes rusos, supo ver el diamante sin pulir en Lillian Bassman. Hasta el extremo de que la convirtió en su primera asistente pagada cuando vio que volaba a la firma cosmética Eliza­beth Arden en busca de un trabajo remunerado.
A mediados de los cuarenta, la puso al frente de la dirección artística de Harper’s Junior, una de las primeras revistas de moda de la historia dirigidas específicamente a las adolescentes. Repartía instrucciones tan específicas a los encargados del laboratorio –“oscurece aquí”, “difumina allá”– que a menudo se encontraba con la misma respuesta: “¿Por qué no lo haces tú misma?”. En las horas del almuerzo, comenzó a colarse en el cuarto oscuro para trabajar personalmente las copias de George Hoyningen-Huene, su retratista estrella, que terminaría trabajando en Hollywood para George Cukor. Mientras, fichaba a una nueva generación que lo significaría todo: Richard Avedon, Robert Frank, Arnold Newman. Avedon, que evolucionaría a fotógrafo de cabecera en Harper’s Bazaar,fue también el responsable de que se animase a empezar a tomar sus propias fotos. En 1947, cuando se marchó a documentar las pasarelas de París, le dejó el estudio que se acababa de montar, equipo y asistentes incluidos. Sería de los primeros en piropearla públicamente: “Lillian hizo visible ese desgarrador espacio invisible entre la apariencia y la desaparición de las cosas”. A la vuelta de los desfiles, se encontró con que su futura íntima amiga ya se había hecho con su primer contrato como fotógrafa publicitaria. Estamos hablando de la era de Mad men, en que cuando una agencia te fichaba podías hacer cualquier cosa. Productos para niños, comida, licores, cigarrillos, cosmética, lencería.
Bassman lo hizo todo, pero fue con esto último con lo que dio un vuelco a su carrera. Por entonces, las campañas de ropa interior femenina consistían en imágenes de robustas mujeres de mediana edad con la cabeza cortada y evidentemente incómodas embutidas en fajas antiergonómicas. Bassman reclamó a las mismas modelos que hacían modas, para susto de la agente Eileen Ford, que le rogó que siguiera preservando el anonimato de sus chicas oscureciendo los rostros. Consigna que no hizo sino realzar el misterio y la naturaleza onírica y sensual de las creaciones de Bassman.
En realidad, solía presumir de que ser mujer le había dado cierta ventaja como fotógrafa. “Había una energía sexual muy diferente cuando las modelos trabajaban con hombres. Sentían el deber de seducirles, estaban posando para ellos. Y conmigo no. Yo las fotografiaba relajadas, naturales, les hablaba y les preguntaba por sus maridos, sus amantes, sus hijos, hasta que el resto del mundo se desvanecía, incluso yo misma, y solo quedaban ellas ante la cámara”. De hecho, antes de que la modelo se desnudara, Lillian enviaba a su asistente –hombre– a tomarse un café al bar de la esquina… y le pedía que no volviera hasta el final de la sesión. Acabaría desarrollando una amistad cercana con las top de la época: Barbara Mullen (lo más parecido que tuvo a una musa), Dovima, Lisa Fonssagrives o Suzy Parker.
El cambio de guardia precipitó su retiro. Lo dijo bien claro a The New York Times:“Yo ya no era la estrella. Lo era la modelo, lo era el peluquero, lo era el maquillador. Habían tomado ellos el mando. Y me estaba volviendo loca. Me sentaba a un lado y contemplaba toda esta performance hasta que me aburrí”. En privado, dio a su hija una explicación aún más contundente: “Mi madre era lo menos starfucker [expresión para referirse a las personas que buscan rodearse de gente famosa o poderosa a toda costa] del mundo. No le interesaba nada ese ambiente. Incluso cuando sacaba fotos le gustaba crear una atmósfera lo más íntima posible y evitaba que la gente se quedara a pasar el rato en el estudio una vez terminada la sesión. Y le molestaba, particularmente, el fenómeno de las modelos jovencitas.
Ella estaba acostumbrada a fotografiar a mujeres trabajadoras y que habían adquirido una seguridad en sí mismas. Y de repente se topó con todo esto. Me decía, ‘¿por qué poner un vestido de 6.000 dólares a una niña de 12 años y tratar de que aparente 24?’. No tenía la energía ni le hacía la suficiente gracia como para soportarlo”. Ella misma resultaba poco domable. Su tendencia arty le valió alguna que otra bronca con Carmel Snow, su directora. Cuando la envió a cubrir las colecciones de París, en 1949, fotografió a Barbara Mullen a contraluz provocando un efecto mágico con las transparencias de su vestido de chifón. Un homenaje a uno de los fotógrafos de moda primigenios que tanto la habían influido, Adolph de Meyer, que se topó con la árida respuesta de Snow: “No te he traído a París para que te dediques a hacer arte, sino para que saques botones y lazos”. Quizás por eso se escoró tanto a la abstracción en sus años perdidos. En los setenta y ochenta, se consagró a series peculiares. Capturó en detalle grietas en el asfalto. “Es algo que siempre le fascinó”, dice su hija.
“A lo mejor estaba retratando a una modelo en la calle para una moda, bajaba la mirada un segundo y ahí estaba, la grieta. Y pensaba: ‘Tengo que fotografiar esto algún día’. Fue muy concienzuda con estas series, anotaba los lugares exactos donde las hizo en los bordes del negativo y conservaba cuadernos con datos tan concretos como su tamaño, el día, la hora…”. También desarrolló series deformando a lo Francis Bacon cuerpos de culturistas. En 2002, cuando su triunfal regreso la tenía trabajando de nuevo para Vogue, hizo una exposición con estas últimas en Nueva York. Ella misma lo recordaba: “Todo el mundo vino superemocionado. Y una vez que las veían, me decían: ‘Pero… no es moda’. No vendí ni una”. Y algo hace pensar que su espíritu de antiestrella afloraba con orgullo al contarlo.


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Pasión, filosofía del amor.




Parecerían términos antitéticos, pues la filosofía es pensamiento reflexivo, eje diamantino de paz, y la pasión, desorden, furor sensorial. También suele decirse, y algunos lo creen a pies juntillas, que un hombre dominado por sus pasiones está privado de razones. ¡Peregrina afirmación! Se comprende la prudencia y búsqueda de equilibrio cuando se intenta crear un hombre frío, abstracto, lleno de energías eficaces cuyo control de sí mismo es necesario para la conquista de la seguridad y el éxito personal. En este caso, la pasión suele desviar de objetivos rapaces, por ello esta racionalidad calculadora exige la disminución, y hasta el apagamiento, de la afectividad. Pero se trata de una razón instrumental, operativa y no de la diosa jacobina, pura y, nobilísima. No es al racionalismo que debemos echar la culpa de esta asfixia voluntaria de la emotividad. 
Los grandes racionalistas, como Spinoza, Descartes y Hume, conocieron y analizaron las pasiones, tratando de encauzarlas para el bienestar del hombre. En Tratado de las pasiones, Descartes admite que son impulsos brutales y repentinos que nos asaltan, pero no aconseja eliminarlas, sino en tenderlas para poder vivirlas con medida y pausada intensidad. Reconoce que son buenas por naturaleza y nous n'avions rien à eviter que leur mauvais usages ou leur excés. Hay, pues, que serenarlas con ayuda de una razón auxiliar humana, sin jamás sofocarlas y menos ignorarlas. Para Spinoza, las pasiones son afecciones que nos mantienen vivos, voluntarios, tensos y nos hacen perseverar en nuestra existencia. Vivir es apasionarse siempre de todo y por todo, es el esfuerzo que nos hace subsistir. "De ello se desprende que el hombre está necesariamente sometido a las pasiones". Pero hay unas que son buenas, las que aumentan la potencia de nuestro ser, y otras malas, que menguan nuestra capacidad física. Tanto Descartes como Spinoza juzgan las pasiones como servidumbres y debilidades del alma que deben someterse a la vigilancia de la suprema diosa Razón. Sin embargo, David Hume sostiene que no es serio filosóficamente hablar de combate entre pasión y razón: "La razón es, y sólo debe ser, esclava de las pasiones y no puede pretender otro oficio que el de servirlas y obedecerlas". 




LA FILOSOFÍA Y LAS PASIONES


El famoso slave passage, que constituye la esencia del naturalismo de Hume. ¿Libertad para el desenfreno de las pasiones? De ninguna manera, pues Hume. sostiene que las pasiones son sentires naturales, comedidos, racionales, y la razón misma es una facultad que tiene la pasión para inferir, trabar y enlazar lo que padecemos o experimentamos.
La filosofía racionalista y escéptica, al tratar de comprender las pasiones, para dominarlas y racionalizarlas, creó una separación entre el mundo del pensamiento y el mundo afectivo, entre filosofía pura y literatura. La primera se entregará a especular racionalmente sobre el espíritu pensante, y la segunda, a describir la grandiosidad de las pasiones: Descartes y Shakespeare.
Pero cuando se plantea la necesidad del conocimiento de sí mismo, de la subjetividad escondida y misteriosa, "se enciende la chispa del contacto", como dice Bloch, entre las afecciones apasionadas y el conocimiento real. Ejemplo de esta unidad restablecida es la Fenomenología del espíritu, de Hegel, exploración consciente en el territorio oscuro de los sentires del hombre. El Yo no puede comprenderse sin las pasiones que le sustentan y animan. Si bien nada grande puede realizarse en el mundo sin la pasión, como afirma Hegel, las pasiones las deja subordinadas como diabólicos y malevolentes fantasmas, para realizar los fines últimos del Espíritu. Marx trató de corregir este finalismo moralista o trascendente de Hegel, afirmando que la pasión es la energía suprema del hombre, que le lleva a la realización objetiva de sí mismo. La pasión, así, se convierte en el motor de la historia y del cambio, en la protagonista decisiva e inflamada de las revoluciones. Sin embargo, tanto Hegel como Marx tuvieron una concepción abstracta de la pasión. Por ello será necesario escribir algún día una crítica de la pasión pura.
Y las pasiones quedaron como tema de los novelistas. Balzac describe las más fundamentales: avaricia, ambición, amor puro, amor paternal, codicia, envidia. Estos sentires Balzac sólo los considera pasiones cuando son únicos, absorbentes, absolutos. Louise de Chaudieu no tiene más pasión que el amor; el barón Hulot, la lujuria; Gobseck, el dinero; Rastignac, la ambición. Por el contrario, Stendhal celebra. las virtudes de la pasión que nos arrebata y consume. Tanto Fabrizio como Julián Sorel son sublimes apasionados, a veces hasta delirantes. La grand passiones, pues, épica, necesaria para desarrollar el espíritu del hombre. Este análisis de las pasiones de la burguesía lo prosigue Proust hasta llegar a los laberintos de la soledad desesperada.
Mientras tanto, la filosofía ignoró las pasiones hasta que Husserl y Kierkegaard, al sumergirse en el yo puro de la conciencia uno, y en los tormentos de la existencia el otro, centraron de nuevo la atención en la diversidad de los afectos y de las pasiones subjetivas que culmina en la filosofía patética de Heidegger. Sartre es el primero que describe, desde sí mismo y sin escapar jamás a la soledad de la conciencia, el amor, el odio, la angustia, la envidia, la cólera, la piedad, el fracaso, la venganza. Son pasiones abstractas, conceptualizadas, que luego plasma concreta y figurativamente en su obra dramática y narrativa. Paralelamente, la filosofía marxista de Walter Benjamin analiza las pasiones fundamentales que se deriven del modo de producción capitalista; la tristeza, la melancolía, el snobismo, la pereza, la ambición, la soledad, el tedio.
La filosofía comienza así a profundizar en la realidad de las pasiones individuales como totalidades analíticas, restableciendo la olvidada conexión, pues, al pensarlas de nuevo se intenta, como los clásicos del racionalismo, comprenderlas sin subyugarlas.
En suma, seamos realistas y dejemos atrás esa creación burguesa del hombre abstracto, dominador de sus pasiones, objetivo, impasible, y abandonemos el self-control para entregarnos a la libertad subjetiva de las pasiones, que es, sencillamente, la conciencia de nuestra necesaria realidad.

HIJA DE LA PRINCESA CAROLINA DE MÓNACO.- Carlota Casiraghi: “La filosofía cambió mi vida”








Ajena a los rumores que hace unos meses anunciaban su separación con el actor Gad Elmaleh, con el que tiene al pequeño Raphaël, que en diciembre cumplirá dos años, Carlota libra su propia receta para un amor que resista al tiempo. "Creo que la clave de una relación amorosa duradera es cuando ambos comparten pasión por lo verdadero, por la vida", explica en la entrevista cruzada con el filósofo André Comte-Sponville publicada en la edición de este mes del magazine. A continuación, cita a Marcel Conche, para quien "el diálogo entre dos amantes es un diálogo filosófico". "Puede que este tipo de pasión no sea la pasión en el sentido estricto de la palabra, pero para mí es la que permite que el amor dure".
Fue su último año de bachillerato en el liceo François-Couperin de Fontainebleau el que la introdujo al mundo de la filosofía. Su profesor, Robert Maggiori, crítico del diario Libération, le transmitió el gusto por la reflexión sobre las ideas y de los conceptos. El propio Maggiori asegura que Carlota fue su mejor alumna en sus 40 años de carrera. "Gracias a la filosofía lo veía todo más claro, tenía la sensación de ser más consciente", señala la antigua alumna.
Durante un tiempo, contempló volver a la universidad para retomar sus estudios, pero finalmente optó por centrarse en organizar un proyecto abierto a todos. Así nació la idea de los talleres que este jueves se inauguran con una jornada dedicada al encuentro amoroso, animada por Cinthya Fleuri y Nicolas Grimaldi. Las charlas serán de acceso libre y se celebrarán una vez al mes hasta abril en diferentes espacios como teatros y bibliotecas. Abarcarán desde el deseo, la pasión y los celos, hasta la traición, el perdón, el amor narcisista y el amor como don.Carlota admite que sintió una "soledad" desde la adolescencia por la cultivó un gusto por la introspección y el análisis, aunque descarta que tenga nada que ver con la "familia un tanto peculiar" a la que pertenece. "La inquietud y la angustia existencial forman parte de la vida de cada uno. Mi experiencia personal está marcada por acontecimientos tristes, como la muerte prematura de mi padre, pero son cosas que le pasan a todo el mundo, independientemente de su origen", señala. "La compañía de los filósofos me daba la impresión de que no estaba sola", concluye.


Guardiola deja KO al Madrid que el próximo domingo –Clásico- Messi les rematará.


Guardiola deja KO al Madrid que el próximo domingo –Clásico- Messi les rematará.

El Real Madrid está pasando por un mal momento de resultados y de juego.. Perdió el liderato ante el Levante, cayó derrotado ante un Manchester City muy superior y más ambicioso que jugará con ventaja en el Etihad (1-2) y el domingo, Leo Messi les hará una visita en Madrid, donde les puede dejar hundidos hasta la próxima temporada. El Barça, solo perdió una vez en el Bernabeu, y sin Messi, ya cuenta diez visitas invicto.

El Real Madrid está muy mermado física y sicológimante. AHORA O NUNCA.  Tras este batacazo europeo quieren culpar, sin fundamento,  al italiano Orsato, desde este miércoles un árbitro maldito en Chamartín. Acertó dando el gol del empate a Gabriel Jesús ganándole la partida de cabez a Sergio Ramos; señaló el que le hizo Carvajal a Sterling que transformó De Bruyne; y señaló correctamente fuera del área el empujón de Sergio Ramos al brasileño, con roja al de camas que le dejará apartará de la vuelta.

El City y el Madrid no engañaron. Sus trayectorias les delata. Los ingleses son más goleadores y así lo demostraron creando peligro en las zonas calientes con el dinamismo de Gabriel Jesús y De Bruyne. Mahrez falló sus ocasiones ante un Courtois prodigioso. Por su parte, el Madrid tuvo más posesión pero no llegada. Cuando parecía agotado en el segundo tiempo, llegó el robo de Modric a Otamnedi que Vinicius sirvió para el 1-0 de Isco.

Los del City, que se agarran a esta Champions para salvar la temporada, son favoritos para pasar a cuartos con un resultado excelente, pero Manchester decidirá. Zidane no estuvo bien con el planteamiento inicial (un 4-3-3 con Vinicius y Benzema) ni con los cambios, tardíos. El Barça llegará el domingo con la oportunidad de distanciarse cinco puntos si obtiene la victoria. No se decide la Liga pero el líder tiene una ocasión magnífica para dar el gran golpe al campeonato.