Mit einem ArtgenossenNiedersachsen: Problemwolf Kurti ist tot


Wolf Kurti (links, März 2016) mit einem ArtgenossenZur Großansicht
DPA / Konstantin Knorr / HAZ
Wolf Kurti (links, März 2016) mit einem Artgenossen
Monatelang hatte er Niedersachsen beschäftigt - nun ist ein zu zahmer Wolfsrüde erschossen worden. Versuche, ihn zu vertreiben, waren gescheitert.
Wölfe sind meist scheu - doch Kurti war es nicht. Immer wieder kam das Raubtier Menschen zu nah. Es soll sogar einen Hund gebissen haben. Am Mittwochabend wurde der Wolf nun gezielt getötet, wie das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mitteilte. Ursprünglich sollte der Rüde eingefangen und in ein Gehege gebracht werden. Dann hieß es, er solle betäubt und dann eingeschläfert werden. Nun wurde er abgeschossen - das Ministerium meldete: "letal entnommen".


War Kurti wirklich so gefährlich? Für Schlagzeilen sorgte er jedenfalls schon länger: Immer wieder näherte er sich in den vergangenen Monaten Menschen bis auf wenige Meter. Mitte Februar war er einer Spaziergängerin mit Kinderwagen und Hund hinterhergelaufen. Auch soll er sich an einem Zaun der Flüchtlingsunterkunft in Bad Fallingbostel zum Schlafen hingelegt haben. Dann wurde am Wochenende im Landkreis Celle der angeleinte Hund einer dreiköpfigen Familie von einem Wolf mit Sendehalsband gebissen. Das Ministerium macht Kurti verantwortlich: Es gebe nur zwei Wölfe mit Sendern in Niedersachsen, hieß es."Heilige Kuh des Artenschutzes"
"Die Sicherheit des Menschen steht immer an erster Stelle", hatte Umweltminister Stefan Wenzel mehrfach betont. Die Tötung des Wolfs sei aber das letzte Mittel. Versuche eines schwedischen Experten, den Wolf - zum Beispiel mit Gummigeschossen - zu vergrämen und ihn so auf Dauer vom Menschen fernzuhalten, schlugen allerdings fehl.
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Raubtier Wolf: Rückkehr in den Süden Deutschlands
Wolfsexperte Frank Faß, Leiter des Wolfcenters im niedersächsischen Dörverden, zeigte Verständnis für die Tötung des Wolfs. "Man darf vielleicht sogar von einer gewissen historischen Entscheidung im bundesdeutschen Wolfsmanagement sprechen", sagte er. "Es gilt, die Entscheidung des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der Staatssekretärin Almuth Kottwitz zu würdigen und mitzutragen." Faß nannte in diesem Zusammenhang den Wolf die "heilige Kuh des Artenschutzes".
Auch die Landesjägerschaft in Niedersachsen begrüßte den Schritt. "Aus unserer Sicht war die Entscheidung des Umweltministeriums richtig", sagte Sprecher Florian Rölfing. "Eine dauerhafte Unterbringung des Wolfs in einem Gehege wäre aus Tierschutzsicht fragwürdig gewesen", hatte er zuvor erklärt. Ein in Freiheit aufgewachsenes Wildtier wie der Wolf werde sich an ein Gehege nicht gewöhnen.

Bernd Lucke.-Alfa gegen Alfa: Luckes Partei unterliegt in Namensstreit

Von Melanie Amann

Politisch agiert die Alfa-Partei von Bernd Lucke bisher glücklos, und nun muss sie auch noch um ihren Namen bangen. Sie verlor die nächste Runde im Rechtsstreit.
Bernd Lucke

Bernd Lucke
Wie Bernd Lucke dem SPIEGEL bestätigte, hat die Partei einen Rechtsstreit mit dem Verein "Aktion Lebensrecht für alle" in erster Instanz verloren. Der Verein Alfa will der Partei Alfa untersagen, den Namen weiter zu nutzen. Das Landgericht Augsburg gab dem Verein nun recht. "Wir wollen die Urteilsbegründung abwarten", sagte Lucke, "aber wahrscheinlich gehen wir in Berufung."


Schon im Eilverfahren habe seine Partei in erster Instanz verloren, in zweiter aber gewonnen, sagte Lucke. "Deshalb sind wir jetzt nicht ganz pessimistisch, im zweiten Anlauf Erfolg zu haben."Der in Augsburg sitzende Lebensrechts-Verein, der nach eigenen Angaben etwa 10.000 Mitglieder hat, setzt sich gegen Schwangerschaftsabbrüche ein. Für eine Stellungnahme war der Verein am Freitag nicht erreichbar.
Lucke hatte Alfa (ein Akronym für "Allianz für Fortschritt und Aufbruch") gegründet, nachdem er im Sommer 2015 im Streit aus der AfDausgetreten war. Auf dem Bundesparteitag war Lucke abgewählt worden, seither führen Frauke Petry und Jörg Meuthen die AfD.
Der Zeitpunkt des Urteils ist für Lucke besonders bitter: An diesem Wochenende trifft sich seine alte Partei AfD zum Bundesparteitag in Stuttgart, auf dem ein neues Programm beschlossen werden soll. Es ist mit Sticheleien der Parteifreunde gegen die bislang glücklose Alfa zu rechnen.

Prinz Über Twitter: Prinz Harry kabbelt sich mit den Obamas


Prince Harry Seeks Judicial Review for Right to Pay for His Family's UK Police Protection

DPA
Prinz Harry mit Barrack und Michelle Obama sowie Prinz William und Kate
Die Herausforderung kommt aus dem Weißen Haus: Michelle und Barack Obama drohen Prinz Harry per Twitter. Der bekommt Unterstützung von seiner Oma.
 
                       Und seine Frau Michelle haben sich über Twitter ein Duell mit dem britischen Prinzen Harry geliefert. Der Streit soll für die Invictus Games werben, einen internationalen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten, der im Mai in Orlando im US-Bundesstaat Florida stattfindet.In einem Video ist Harry zusammen mit Königin Elizabeth II. vor einem Kaminfeuer zu sehen. Der Prinz beschreibt seiner Großmutter gerade die von ihm ins Leben gerufenen Invictus Games als er auf seinem Smartphone eine Nachricht von "Michelle" erhält.
 
In ihrer Video botschaft an den Prinzen sagt die First Lady: "Hey, Prinz Harry. Erinnerst Du Dich daran, dass Du uns aufgefordert hattest, bei den Invictus Games alles zu geben?" Dann schaltet sich der an ihrer Seite stehende Präsident ein und warnt den Prinzen: "Sei lieber vorsichtig mit dem, was Du Dir wünschst."


Harry reagierte auf die Herausforderung aus dem Weißen Haus mit einer Serie von Botschaften. Das sei ja eine "ziemliche Kampfansage", heißt es in einer davon. "Ihr könnt austeilen, aber könnt Ihr auch einstecken?"
Das spaßhafte Duell knüpft an einen Besuch von Prinz Harry im Oktober im Weißen Haus an. Damals hatte ihm der Präsident seine Unterstützung für die Invictus Games zugesagt.

Der 31-jährige Prinz, der früher Soldat war, hatte nach eigener Schilderung die Idee für die Veteranen-Spiele während des Heimflugs von seinem ersten Afghanistan-Einsatz 2008. In seinem Flugzeug seien drei schwer verletzte Soldaten und der Sarg eines dänischen Soldaten gewesen. Damals habe er gefühlt, dass er etwas für verletzte Soldaten tun müsse. Die Invictus Games fanden erstmals im September 2014 in London statt.

SPD.-Gabriel-Intimus Oppermann: So macht man sich keine Freunde

Von Sven Böll, Florian Gathmann und Horand Knaup

Sigmar Gabriel, Thomas Oppermann
DPA
Sigmar Gabriel, Thomas Oppermann
Der ganze Frust der SPD hat sich entladen: In einer internen Sitzung sind Abgeordnete mit Fraktionschef Oppermann aneinandergeraten. Der wahre Grund für den Ärger liegt jedoch woanders.
Eins wissen die Genossen am Ende dieser Sitzungswoche mit Gewissheit: Als Autor für die Neuauflage des Bestsellers "Wie man Freunde gewinnt" kommt der SPD-Fraktionschef im Bundestag nicht infrage.

"Völlig daneben" sei der Auftritt von Thomas Oppermann, 62, gewesen, raunen sozialdemokratische Abgeordnete. Es fallen Sätze wie: "Das war schon eine krasse Fraktionssitzung." Oder: "Er hat die Lage völlig falsch eingeschätzt und die Leute verprellt."
Was war passiert? In der Fraktionssitzung am Dienstag kam das Thema Fracking auf, weil die Grünen für den folgenden Donnerstag eine namentliche Abstimmungauf die Tagesordnung des Bundestages gesetzt hatten. SPD-Abgeordnete, die die umstrittene Methode zur Erdgasförderung eigentlich verbieten wollen, aber koalitionstreu sind, sollten so bloßgestellt werden.
Derlei taktische Herausforderungen sorgen fast immer für Ärger. Es wäre auch Sache von Fraktionsmanagerin Christine Lambrecht gewesen, zu versuchen, die Abstimmung zu verhindern oder sich anderweitig mit den Oppositionskollegen zu verständigen. Überraschend war es für Oppermann deshalb nicht, dass sich gleich mehrere Abgeordnete kritisch zu Wort meldeten.
Statt eine Lösung für das Dilemma vorzuschlagen, beschimpfte er seine Kollegen jedoch. Einen nannte der Fraktionschef "hasenfüßig", eine bayerische Genossin raunzte er an: "Du hast wohl Angst, dass du deinen Wahlkreis verlierst."
Angesichts zahlreicher Zwischenrufe wollte sich Oppermann anschließend entschuldigen. Doch er machte alles nur noch schlimmer. Gegenüber der bayerischen Kollegin klang das dann so: "Ich hatte vergessen, dass ihr in Bayern ja gar keine Wahlkreise direkt gewinnt."
Der Oppermann-Eklat zeigt, wie mies die Stimmung bei den Sozialdemokraten ist. In normalen Zeiten hätte es in der Fraktion sicher auch eine Auseinandersetzung wegen der Fracking-Panne gegeben. Mehr aber auch nicht.
Es sind jedoch keine normalen Zeiten:
  • Die Bundes-SPD kommt in den Umfragen nur noch mit Mühe über 20 Prozent,
  • sie wird geführt von einem Vorsitzenden Sigmar Gabriel , dessen persönliche Werte teilweise noch unter denen der Partei liegen und der ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsdefizit hat,
  • und sie taumelt der Bundestagswahl ohne echte Machtperspektive entgegen.
Stattdessen müssen Dutzende von SPD-Abgeordneten damit rechnen, nicht wiedergewählt zu werden. Letztlich ist der Frust, der sich gegen den Fraktionsvorsitzenden entlud, Ausdruck einer tief sitzenden Verzweiflung, die längst die ganze Partei erfasst hat. Zynismus, Niedergeschlagenheit und Gereiztheit wechseln sich ab.
Hinzu kommt, dass in den Wahlkreisen in diesen Wochen die Aufstellung für die Bundestagswahl besprochen wird. "Alle sind nervös und ratlos", sagt einer aus der Fraktionsspitze. Und alle sind fieberhaft auf der Suche nach Wegen, um sich selbst und die Partei hör- und sichtbar zu machen.
Neue demoskopische Tiefschläge
Erst am Freitag gab es einen neuen demoskopischen Negativwert für die SPD: In Mecklenburg-Vorpommern liegt man mit 22 Prozent hinter der CDU - bisher stellen die Sozialdemokraten in Schwerin den Regierungschef. Die bitteren Landtagswahlen vom 13. März wurden noch nicht einmal ansatzweise analysiert, da kündigen sich für den September im Nordosten und bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl bereits die nächsten Schlappen an.
Und eine Wende ist nicht in Sicht. Wer will wirklich noch mit Parteichef Gabriel in den Bundestagswahlkampf ziehen? Offen spricht ihm kaum ein Sozialdemokrat das Misstrauen aus - erst recht fehlt der Mut, Gabriel abzulösen.
Deshalb gilt wohl auch ein Teil der Kritik an Oppermann letztlich dem Parteichef. Teile der SPD-Fraktion fühlen sich in der Großen Koalition gefangen, weil Unterschiede zur Union eingeebnet, eigene kantige Vorschläge abgebügelt, mögliche Konflikte schon im Frühstadium entschärft werden. Der Schmusekurs wurde von Gabriel angeordnet, Oppermann hat ihn für die Fraktion kritiklos übernommen. Nun wird ihm seine Loyalität zum Parteivorsitzenden zur Hypothek.


Oppermann dagegen war lange Zeit ausschließlich Politmanager, später Impulsgeber - vor allem zu innenpolitischen Themen - und nur bedingt Seelentröster. Dabei wäre das im Moment besonders gefragt.
Hinzu kommen eigene Fehler. Das Grummeln unter den Abgeordneten über Oppermann währt schon länger - und das hat nichts mit seiner Rolle in der Edathy-Affäre zu tun. "Er schafft es nicht, Stimmungen, Schwingungen oder Ängste aufzunehmen", sagt einer aus der Führungsriege. Vor-Vorgänger Peter Struck war einer, der sich in den Sitzungswochen donnerstagsabends mit einzelnen Abgeordneten in die hinteren Reihen des Plenums setzte, Rat einholte, Trost spendete oder auf seine schnoddrige Weise Privates austauschte. Und wenn es zu knirschen begann in der Fraktion, bekam er frühzeitig Hinweise aus seinem engeren Umfeld.
Die Stimmung in der Fraktion ist so schlecht, dass manche Abgeordnete inzwischen Oppermann zur Disposition stellen. Wenn Gabriel doch noch fällt oder freiwillig geht, glauben sie, wäre es auch das politische Ende des Fraktionschefs.
Sonntagsfrage

Boston University.-Treibhausgase: Die Welt wird grüner

Treibhausgase: Die Welt wird grüner

Klimawandel: CO2 düngt die Wälder
Boston University
CO2 sorgt für den Klimawandel - doch gleichzeitig lässt es verstärkt Pflanzen wachsen. Satellitendaten zeigen: Die Erde ergrünt.
Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) sorgt dafür, dass die Luft wärmer wird. Klimaforscher warnen seit Langem vor den Folgen. Jetzt aber zeige sich ein positiver Effekt des Gases, das aus Autos, Fabriken und Kraftwerken strömt: Es dünge quasi Pflanzen, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Climate Change". Die Welt sei in den vergangenen Jahrzehnten erheblich grüner geworden. Eine Grünfläche doppelt so groß wie die USA sei seit 1982 hinzugekommen.
Dass CO2 das Wachstum von Pflanzen anregt, war bekannt. Mit ihrer Fotosynthese wandeln sie Kohlendioxid mithilfe des Blattgrüns Chlorophyll und mit Sonnenlicht und Wasser in Zucker um - mit dem Pflanzen ihre Zellen bilden.
Wie stark der Düngeeffekt wirkt, ist unbekannt. Die neue Studie aber scheint einen stattlichen Einfluss zu dokumentieren.
Die Forscher um Zaichun Zhu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften haben Satellitendaten der globalen Pflanzenwelt ausgewertet. Die größte Zunahme entdeckten sie in Europa, Südostasien, Zentralafrika, Nordamerika und im nördlichen Amazonas.
Mehr Regen in der Sahelzone
Weitere Ursachen kamen infrage: mehr Niederschlag, angepflanzte Bäume, mehr Stickstoff, weniger Abholzung oder höhere Temperaturen. Ihre Computermodelle, die sie mit Daten über all diese Einflüsse gefüttert hätten, deuteten auf den dominierenden Einfluss von CO2: Mehr als zwei Drittel der Ergrünung sei auf das Gas zurückzuführen.
In Gebirgen und höheren Breiten hätte hingegen vor allem die Klimaerwärmung das Wachstum der Pflanzen begünstigt. In der Sahelzone förderte vermehrter Regen das Sprießen der Gewächse.

Der weiter steigende Ausstoß von CO2 werde aber wohl kaum für ein stetes Ergrünen der Welt sorgen, meinen die Forscher um Zaichun Zhu. Studien hätten ergeben, dass Pflanzen sich an die größere CO2-Menge anpassen würden, ihr Wachstum also nachlasse. Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.
Bei stark steigendem CO2-Gehalt der Luft, so glauben die Gelehrten, würde sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren: Pflanzen dürften vermehrt Hitze, Dürren oder Starkregen ausgesetzt sein.
Für Europa hatten Wissenschaftler bereits eine deutliche Begrünung seit 1900 festgestellt: Über das 20. und 21. Jahrhundert hat sich der Wald um ein Drittel vergrößert. Hauptursache ist ein anderer Umgang mit Holz.

Himself After DEA Raided His Dorm Room? His Heartbroken Mother Tells the Story



United Nations. The airstrike on an Aleppo hospital is a wake-up call for the UN. It must act now

al-Quds hospital
The world is witnessing a sustained assault on the provision of healthcare in times of conflict. The principle that care comes first has to be enforced
MSF’s al-Quds hospital after it was hit by airstrikes in a rebel-held area of Aleppo. Photograph: Abdalrhman Ismail/Reuters
A
t 10pm two nights ago, the al-Quds hospital in the north Syrian city of Aleppo came under attack. With an airstrike, the 34-bed hospital which offered services including an emergency room, intensive care unit, operating theatre and the cities’ main referral centre for paediatrics was completely destroyed. 

Surrounded in darkness and dust, surviving patients, staff and volunteers began to dig out those caught in the rubble. Eight doctors worked full-time in the hospital, two of whom were among the 14 confirmed dead. Their dedication and commitment to providing medical care to those in need resulted in the ultimate sacrifice.
Sadly, this is not an isolated case. From Afghanistan to the Central African Republic, from South Sudan to Yemen and Ukraine, ambulances, hospitals and health centres have been bombed, looted, burned and destroyed. Patients have been killed in their beds; health workers have been attacked as they rescued the wounded.
A dangerous complacency is developing whereby such attacks are starting to be regarded as the norm. They are part of the tapestry of today’s armed conflicts where civilians and civilian infrastructure are targeted, and marketplaces, schools, homes and health facilities are “fair game”.
Between 2012 and 2014, in just 11 countries, the International Committee of the Red Cross (ICRC) documented nearly 2,400 attacks against health workers, patients, medical facilities and transport. The vast majority of these attacks were against local medical facilities and personnel, and the knock-on effects for the surrounding communities are devastating.
In South Sudan’s Upper Nile region in July last year for example, a barrage of rockets landed near a hospital compound early one morning. The shrapnel sprayed the beige walls and blue fence and cut down those standing in the open.
A male patient, a 12-year-old boy and a three-year-old girl died instantly. In the days that followed more than 20 other people would die of their wounds, including the mother of the baby girl. As the fighting intensified, hospital staff, patients and civilians fled. Suddenly, an area serving 75,000 people was without a major medical facility. Many more people would die as a result.
In 2015, 75 Médecins Sans Frontières (MSF) hospitals and supported-hospitals suffered 106 bombing and shell attacks like this. Countless lives were lost and medical equipment destroyed. In September 2015, the World Health Organisation (WHO) reported that 654 medical personnel had been killed since the beginning of the conflict in Syria, and that almost 60% of hospitals were either partially functional or completely out of service.
In some ways, such statistics only do us a disservice, because they mask the individual tragedies of those caught up in conflict. Men, women and children, often in desperate need, see their lives torn apart by conflict. And then their last place of help – the hospital – comes under attack.
Who has been carrying out these attacks? Well, just about everyone. Armed forces, armed groups, yes, even governments that sit round the table at the United Nations. And let us be clear. It is not always “collateral damage”. It can be systematic, planned, and deliberate and illegal. An attack on healthcare, whether intended or “accidental”, is an attack on humanitarian law.
What we are witnessing is a sustained assault on, and massive disregard for, the provision of healthcare during times of conflict. Under international humanitarian law and principles, health workers must be able to provide medical care to all sick and wounded regardless of political or other affiliation, whether they are a combatant or not. And under no circumstances should they be punished for providing medical care which is in line with medical ethics. The doctor of your enemy is not your enemy.
A man salvages medicine inside al-Quds hospital
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 A man salvages medicine inside al-Quds hospital after it was hit by airstrikes. Photograph: Abdalrhman Ismail/Reuters
But we are confronted with violations of these fundamental rules, with serious humanitarian consequences, for entire communities and healthcare systems that are already stretched to the limit. And this is not just the opinion of MSF and the Red Cross Red Crescent Movement.
That is why we, as the presidents of MSF and the ICRC, welcome the proposal for a landmark UN resolution to protect healthcare. But we urge the UN security council to make the resolution effective. First, it should send a powerful political message that healthcare needs to be protected. All parties to an armed conflict must fully comply with their obligations under international law, including humanitarian law. And they must clearly state their respect for the delivery of impartial medical care during times of conflict.  
Second, it must urge states and all parties to armed conflict to develop effective measures to prevent violence against medical personnel, facilities and means of transport. States need to bolster, where appropriate, their legislation including by lifting restrictions and sanctions impeding impartial wartime medical care.
Armed forces and all parties to a conflict should integrate practical measures for the protection of the wounded and sick and for those engaged in medical work. These should be incorporated into orders, rules of engagement, standard operating procedures and training.
Third, it must acknowledge that when attacks on medical facilities and personnel do take place, there needs to be full, prompt, impartial and independent investigations to establish the facts. It cannot only be the victims or perpetrators who attempt to establish the facts. And there should be regular and formal reporting of such attacks at the highest level and an annual debate in the security council.

The UN resolution provides an opportunity. An opportunity to draw a line in the sand and prevent further attacks like that in Aleppo. States have the moral and legal responsibility to act, to protect people caught up in armed conflict. The time to act is now.Underpinning everything has to be the acceptance that the medical needs of people – no matter who they are, where they are from or what side they support or fight for – must take precedence. Medical staff are present in areas of conflict in order to care for the sick and wounded, on the basis of need. And only need. This is the fundamental principle of impartiality and is the basis of medical ethics. It is the very fact that doctors treat on the basis of need – and are not involved in hostilities – that they can claim protection under international humanitarian law.

view on the Hillsborough inquest: setting the story straight

In the wake of tragedy, Liverpool families fought to redeem their dishonoured dead. It has been a defining human impulse, since the time of the Greek heroine Antigone
Flowers laid at the Kop Stand at Anfield in April 1989 after the Hillsborough disaster in which 96 Liverpool fans died
People have always told stories. Stories are part of the human condition: they are as old as self-consciousness, as the remembering of dreams, as the sense that a life is a journey to be walked through. The ability to mould the material of life into narrative – and, into truthful narrative, in which the psyche and the story are not separated by self-deceit – is a fundamental need, as necessary to the soul as air or water is to the body.

This week, in which we have seen the culmination of the Hillsborough inquest, has been all about stories: about the brute strength of a giant falsehood that, over the course of decades, has patiently, slowly and finally successfully been dismantled by those who have dared to tell the truth.

And this itself is a story, and a very old one: that of a small voice that stands up against the power and authority of a country and its politics and dares to say: “This is not the way it is.” It is the story of Antigone, the play that the Athenian dramatist Sophocles wrote in around 442BC.

The play begins after Antigone’s brothers, Eteocles and Polynices, have battled and killed each other. Creon, Antigone’s uncle and her king, makes a decree: only one of these brothers will be given burial. The other, Polynices, will be left to rot. The play hinges on Antigone’s refusal to accept the narrative begotten of authority and power – Creon’s narrative. She refuses to accept the falsehood that one brother is good and the other bad. She will make the story different, and the story will be that both brothers will be accorded the same dignity. Because this is one of the most basic things that humans do, something that helps finish the story of every life, something that civilisation insists upon: we respect our dead. And so she buries Polynices.


During the Hillsborough inquest the carefully wrought, sturdy, long-lasting lies of police officers – lies that were conveniently built on the firm foundations of negative stereotypes about the city of Liverpool and about football fans, lies that were knowingly reinforced by the Sun newspaper under the notorious headline “The Truth” – were corroded, weakened and finally demolished.

The first lie was that on 15 April 1989 Liverpool fans forced their way through a large gate in the Hillsborough ground. The truth was that a police officer had ordered the gate to be opened to relieve pressure on the turnstiles, an act that led to the crush in the central pens of the Leppings Lane terrace. Other lies followed: that the supporters had been drunk; that uninjured fans had stolen from the pockets of the dead. Calumnies were piled on calumnies. A dark, ugly and truthless narrative was shaped. The dead were dishonoured and the truth was buried.

The novelist Ali Smith has written this about Sophocles’s tale: “It is a story about what matters to human beings, and how human beings make things meaningful, how we act towards one another, and what power is, what it makes us do, and how much and how little power human beings really have.”


Like modern Antigones, the aim of the families of the Hillsborough dead has been – before redress, before justice, though all of those things may yet come – to tell the truth about their loved ones. They have wanted, like her, to give dignity to their dead; and to have them remembered with the honour they deserve.

Julia Ioffe has received disturbing calls and online abuse since profiling Donald Trump’s wife for GQ, and likens antisemitism to ‘shit I’ve only seen in Russia’


 
Julia Ioffe, the Russian-American journalist who profiled Melania Trump (pictured), received photos on Twitter of her face superimposed on a mug shot from Auschwitz.
 Julia Ioffe, the Russian-American journalist who profiled Melania Trump (pictured), received photos on Twitter of her face superimposed on a mug shot from Auschwitz

Journalist Julia Ioffe has experienced this kind of harassment before: in Vladimir Putin’s Russia.



In the 24 hours since her profile of Donald Trump’s wife, Melania, appeared in GQ magazine, the Russian-American journalist has received a torrent of antisemitic, vitriolic and threatening messages from supporters of the Republican frontrunner.
In the deeply disturbing response to her piece, Ioffe said she sees a frightening future of what freedom of the press – and the country – might look like under President Trump.
“What happens if Donald Trump is elected?” Ioffe said. “We’ve seen the way he bids his supporters to attack the media, his proposal to change libel laws to make it easier to sue journalists.”
The harassment from Trump supporters is not directly linked to the candidate. Yet he has fomented a culture of violence at his rallies, encouraging supporters to retaliate against protesters. He once offered to pay the legal fees for a man who sucker punched a protester at his rally. He also failed to immediately disavow former Ku Klux Klan leader David Duke, who said he supports Trump’s candidacy. His campaign has been contacted for comment.
On Thursday, Ioffe answered a phone call from an anonymous caller who played a Hitler speech. She received another call from “Overnight Caskets”. On Twitter, users posted photos of her face superimposed on a mug shot from Auschwitz. The Daily Stormer, a white supremacist site, attacked Ioffe in a blogpost titled: “Empress Melania Attacked by Filthy Russian Kike Julia Ioffe in GQ!”