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lunes, 2 de mayo de 2016

Was ist verkehrt mit euch, liebe Nachbarn.-Wegen Nazi-Schnitzel-Satire: Österreicher zeigt "heute-show" an

"heute-show"-Moderator Oliver Welke


DPA
"heute-show"-Moderator Oliver Welke
Den Wahlerfolg der FPÖ hatte die "heute-show" mit einem Schnitzel in Hakenkreuzform kommentiert. Nicht witzig, fand ein Österreicher, und zeigte die Redaktion an.
Ende April hatte Norbert Hofer, der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ für die österreichische Bundespräsidentenwahl, den ersten Wahlgang überraschend deutlich mit 35,3 Prozent gewonnen - und einen als Favoriten geltenden Konkurrenten mit 21,3 Prozent weit hinter sich gelassen.


Am Montag nach der Wahl fragte die ZDF-"heute-show" deswegen auf ihrer Facebook-Seite: "Was ist verkehrt mit euch, liebe Nachbarn?" Unter die Frage stellte das Team um Moderator Oliver Welke ein Foto eines Wiener Schnitzels, das die Form eines Hakenkreuzes hat. Auf dem Foto stand zusätzlich: "Österreicher wählen eben so, wie Sie es vom Schnitzel kennen: möglichst flach und schön braun." Bis Donnerstagmittag hat das Posting mehr als 30.000 Likes hervorgerufen.
Nach einem Bericht der Zeitung "Hannoversche Allgemeine" sind jedoch inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Mainz zwei Strafanzeigen eingegangen, eine aus Deutschland und eine aus Österreich.
Die österreichische Strafanzeige stammt von einem Tiroler Jura-Studenten und ehemaligen FPÖ-Mitglied, wie die "Tiroler Tageszeitung"berichtet. Laut dem Bericht bezieht sich der Student unter anderem auf den Strafrechtsparagrafen 103, bei dem es um die Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes geht. Demnach soll auch die FPÖ eine Klage erwogen haben. Da es sich bei Norbert Hofer derzeit aber nur um einen Bundespräsidentschaftskandidaten handelt, habe die Partei davon abgesehen, berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt derzeit auch gegen den Satiriker Jan Böhmermann wegen des Strafrechtsparagrafen 103.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte angekündigt, Paragraf 103 abzuschaffen, allerdings erst 2018. Seitdem ist in der Großen Koalitionein Streit entbrannt. Die Sozialdemokraten wollen den Paragrafen umgehend streichen.
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