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sábado, 7 de enero de 2017

Isa Genzken erhält den Kaiserring 2017


Isa Genzken Ausstellung 'Mach Dich hübsch' in Berlin (picture alliance/dpa/Geisler-Fotopress)
Nofretete in der Isa Genzken-Ausstellung "Mach Dich hübsch" im Martin Gropius Bau Berlin 2016
Der Preis zählt zu den weltweit bedeutendsten Auszeichnungen für moderne Kunst. Die Liste der Preisträger liest sich wie das Who is Who der Szene. 2017 erhält ihn die deutsche Bildhauerin Isa Genzken.
"Ungeschönt, punkig, aber nie ohne Humor ermöglichen ihre Fotografien, Installationen und Skulpturen uns, der Wahrheit ein Stück näher zu kommen." So begründete die Jury ihre Entscheidung, den Goslaer Kaiserring in diesem Jahr der Berliner Künstlerin Isa Genzken zu verleihen. Am 7. Oktober werde die 68-Jährige die Auszeichnung in Goslar entgegennehmen, so Oberbürgermeister Oliver Junk.
Die Jury hob vor allem die internationale Bedeutung von Genzkens Werk hervor: Mit ihrem Realismus mache die Künstlerin auf Umbrüche, Gegensätze und Brutalitäten in der Gesellschaft aufmerksam. Dabei begegne sie dem Betrachter stets auf Augenhöhe.
Isa Genzken (Jg. 1948) studierte zunächst Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, später an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Gerhard Richter. Sie beschäftigt sich viel mit Fotografie und arbeitet häufig mit raumfüllenden Installationen. Das sonst eher männlich dominierte Genre der Skulptur hat Genzken weiterentwickelt. Starke Arbeiten waren ihre zartrosa eingefärbten Betonskulpturen, die weibliche Aspekte mit der brachialen Materialität des rohen Beton verbanden. 2007 wurde eines ihrer bekanntesten Werke, eine hyperrealistische 8,40 Meter hohe Rose aus Edelstahl und Aluminium vor dem New Yorker New Museum of Contemporary Art installiert.
Nofretete in der Isa Genzken-Ausstellung "Mach Dich hübsch" im Martin Gropius Bau Berlin 2016
Gipsobjekte, wie kleine Behausungen und architektonische "Zwitterwesen aus Rohbau und Ruine", wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung einmal über sie schrieb, bevölkern ihre Ausstellungen. Sie wird immer wieder zu Gruppenausstellungen zum Thema "Beton" eingeladen, zuletzt 2016 in der Kunsthalle Wien.
Seit 1990 arbeitete sie auch als Gastprofessorin an der Hochschule der Künste (HDK) in Berlin und unterrichtete Kunststudenten an der Städelschule in Frankfurt. Inzwischen lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin und führt ein sehr zurückgezogenes Leben. 2015/2016  zeigte das Stedelijk-Museum in Amsterdam eine umfassende Retrospektive ihres Gesamtwerkes.
Der Kaiserring - ein schlichter Goldring mit dem Bildnis des am 11. November 1050 in Goslar geborenen Kaisers Heinrich IV. - ist einer der weltweit bedeutendsten Preise für moderne Kunst. Er wird seit 1975 jährlich verliehen. Frühere Träger der undotierten Auszeichnung sind unter anderem Christo, Joseph Beuys, Max Ernst und Georg Baselitz.
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