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lunes, 7 de noviembre de 2016

Hillary Clinton liegt nach letzten Umfragen vorn


Im Orbit wurde schon gewählt. Wie US-Astronaut Shane Kimbrough haben bereits 41 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben. Doch die Entscheidung über den Nachfolger von Präsident Barack Obama fällt an diesem Dienstag.
Bildkombo Donald Trump und Hillary Clinton (Reuters/C. Allegri/C. Barria)
Nach einem beispiellos harten Wahlkampf entscheiden die USA über den nächsten Präsidenten des Landes. Die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die als erste Frau ins Weiße Haus einziehen könnte, gilt nach jüngsten Umfragen als Favoritin. Mehrere landesweite Erhebungen zeigten einen knappen Vorsprung von drei bis vier Prozentpunkten vor ihrem republikanischen Rivalen, dem Milliardär Donald Trump.
Eine Studie der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsunternehmens Ipsos sieht eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent dafür, dass Clinton den jetzigen Amtsinhaber Barack Obama ablöst. Demnach kommt die Demokratin auf einen Vorsprung von 45 Prozent gegenüber 42 Prozent, die auf Trump entfallen. Experten betonen allerdings, dass eine ungewöhnlich hohe Zahl von unentschlossenen Wählern alle Vorhersagen erschwere.
Da die Wahl nicht landesweit, sondern in jedem Bundesstaat getrennt abgehalten wird, hängt der Ausgang von den Staaten ab, in denen das Ergebnis knapp ist. Für den Sieg werden 270 der 538 Wahlleute benötigt. Formell wird der Präsident von einem Kollegium aus Wahlmännern und -frauen gekürt, in das die Bundesstaaten ihre Vertreter entsenden. Dabei gilt in den meisten Staaten die Regel, dass der jeweilige Gewinner dort alle Wahlleute zugeschlagen bekommt.
Starke Polizeipräsenz
Beide Konkurrenten wollen die Wahlergebnisse in New York verkünden: Clinton im Javits-Kongresszentrum in Manhatten, Trump in einem nahegelegenen Hotel. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz für den Tag der Abstimmung an. Es ist die erste Präsidentenwahl seit 1944 bei der beide Kandidaten sich am Wahlabend in New York aufhalten werden.
USA Briefwahlzettel Präsidentschaftswahlen (picture alliance/ZUMA)
Präsidentenvotum per Post: Briefwahlzettel
Über 41 Millionen Amerikaner haben längst abgestimmt - persönlich oder per Brief, wie es in den USA möglich ist. Wahlberechtigt sind von den 322 Millionen Einwohnern theoretisch alle, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das sind etwa 219 Millionen. Voraussetzung ist, dass sich ein Bürger registrieren lässt und nicht, zum Beispiel wegen einer kriminellen Vergangenheit, von der Wahl ausgeschlossen ist.
Entschieden wird an diesem Dienstag aber nicht nur über den 45. Präsidenten in der Geschichte des Landes, sondern auch über die Zusammensetzung des neuen Parlaments. Gewählt werden die 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 34 der 100 Senatoren. Bisher sind beide Kammern fest in der Hand der Republikaner.
Karte Infografik Wahlmännerstimmen in den Swing States deutsch
In diesen Staaten wird ein knappes Rennen erwartet: Wahlmännerstimmen in den "Swing States"
Dixville Notch macht den Anfang
Der einzige US-Astronaut an Bord der internationalen Raumstation ISS hat sein Kreuz bereits gemacht. Shane Kimbrough habe aus dem Erdorbit seine Stimme elektronisch abgegeben, teilte die Raumfahrtbehörde NASA mit. Die Ergebnisse am Wahltag kommen aufgrund der verschiedenen Zeitzonen über mehrere Stunden verteilt. Das Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire gibt traditionsgemäß als erstes das Ergebnis seiner Handvoll Wähler bekannt. Die Bürger von Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter in der langen Reihe von Staaten.
An der Ostküste schließen die Wahllokale ab 1.00 Uhr MEZ in der Nacht zum Mittwoch. Danach sind die ersten Prognosen und Auszählungsergebnisse zu erwarten. Richtig spannend wird es in den frühen Morgenstunden: In der Wahlnacht 2012 kam der Moment, in dem drei US-Sender Barack Obama zum sicheren Sieger erklärten, um 5.15 Uhr.
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