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domingo, 16 de octubre de 2016

Engel der Zerstörung


Blythe Masters entwickelte einst eine Art Versicherung, an der die Geldwelt fast erstickt wäre. Doch den Glauben an die Kraft des Neuen hat die Finanzexpertin nicht verloren.
Von Martin Hesse
Finanzexpertin Blythe Masters
Getty Images/ Bloomberg
Finanzexpertin Blythe Masters
Blythe Masters einlässt, muss auf der Hut sein. Selbst wenn er ihr so wohlgesinnt ist wie Bob Pisani.
"Sie waren eine der mächtigsten Frauen der Wall Street", umgarnt der CNBC-Moderator seine Gesprächspartnerin auf der Bühne der Bankenkonferenz "Exponential Finance". Pisani will wissen, wie es sich für Masters angefühlt hat, J.P. Morgan zu verlassen, die vielleicht einflussreichste Bank der Welt, um bald darauf für ein weitgehend unbekanntes Start-up zu arbeiten.
Doch Pisani hat seine Frage noch nicht ausgesprochen, da schnappt Masters, 47, bereits zurück:
"Was soll das heißen: 'Ich war'?"
Die Managerin schaut den Moderator einen Moment lang streng an. Dann schüttet sie sich aus vor Lachen über den gelungenen Spaß.
Bereits mit Ende 20 hatte Masters die Finanzwelt stärker verändert als manch ein Bankchef in seiner ganzen Karriere. Sie erwarb sich damit zweifelhaften Ruhm. Als "Engel der Zerstörung" oder "Erfinderin einer finanziellen Atombombe" wird sie in Foren beschimpft, und das sind noch die harmloseren Ausdrücke.
Masters wirkte an der Entwicklung jener hochkomplexen Finanzinstrumente mit, die 2008 die Bankenwelt beinah zum Einsturz brachten: Credit Default Swaps (CDS).
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