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viernes, 23 de septiembre de 2016

Deutschland sucht den Bundespräsidenten


Eine solche Wahl kann Vorentscheidung für die nächste Regierungskoalition sein: Union und SPD haben sich einem Bericht zufolge darauf verständigt, einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zu suchen.
Bei der Vereidigung von Sigmar Gabriel zum Vize-Kanzler: Joachim Gauck und Angela Merkel
Bei der Vereidigung von Sigmar Gabriel als Kabinettsmitglied: Joachim Gauck und Angela Merkel

Gemeinsam statt gegeneinander: So soll es in der Großen Koalition laufen, wenn es um die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck geht. Das jedenfalls berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Danach haben sich Union und SPD verständigt, nach einem gemeinsamen Kandidaten für das höchste Staatsamt zu suchen. Die Einigung sei an höchster Stelle getroffen worden: zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel und CSU-Chef Horst Seehofer bei ihrem Treffen am 11. September im Kanzleramt.
Allerdings habe ein erster in Frage kommender Konsenskandidat bereits abgesagt: Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, wolle nicht für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren, berichtete "Der Spiegel" weiter. Gabriel habe den SPD-nahen Juristen gefragt; dieser wolle jedoch unter anderem auch aus familiären Gründen weiter sein Amt in Karlsruhe ausüben.
Deutschland NPD Verbotsverfahren
Will nicht: Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts
Ramelow gegen linken Bewerber
Aus der Opposition kommen Stimmen, die darauf schließen lassen, dass es mit dem Konsenskandidaten schon seine Richtigkeit haben könnte. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte dem "Spiegel", er rate von einem rot-rot-grünen Kandidaten ab, wie dies sein Parteikollege Gregor Gysi vor kurzem vorgeschlagen hatte. "Wir brauchen in Zeiten, in denen die AfD von Sieg zu Sieg eilt, einen Kandidaten, der weit über jedes Spektrum hinaus Akzeptanz findet", sagte Ramelow. Gesucht werde eine "kluge, weltoffene, moderne und konservative Persönlichkeit".
Amtsinhaber Gauck hatte Anfang Juni bekannt gegeben, dass er aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren werde. Im Februar kommenden Jahres wird sein Nachfolger gewählt.
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