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sábado, 13 de agosto de 2016

Imam und Assistent in New York erschossen. Die Polizei sieht kein islamfeindliches Motiv


In New York sind ein muslimischer Geistlicher und sein Assistent getötet worden. Sie hatten, noch in ihrer Tracht, gerade die Moschee verlassen. Die Polizei sieht kein islamfeindliches Motiv - zum Entsetzen der Gemeinde.
Demonstranten bei einer Kundgebung am Tatort (Foto: AP)
Demonstranten bei einer Kundgebung am Tatort
Ein Unbekannter hat in New York einen Imam und seinen Assistenten erschossen. Der Mann habe den 55-jährigen Maulama Akonjee und seinen 64-jährigen Helfer Thara Uddin am Samstagnachmittag nahe einer Moschee im Bezirk Queens in den Kopf geschossen, beide seien kurz darauf ihren Verletzungen erlegen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann flüchtete. Sein Motiv war zunächst unklar.
Angehörige der muslimischen Gemeinde am Ort des Verbrechens (Foto: Reuters)
Angehörige der muslimischen Gemeinde am Ort des Verbrechens
Erste Ermittlungen hätten keine Hinweise darauf ergeben, dass die beiden Opfer aufgrund ihres Glaubens angegriffen worden seien, erklärte die Polizei. Ein Überwachungsvideo zeige, dass sich ein Mann in einem dunklen Polohemd den beiden Opfern genähert und in den Kopf geschossen habe. Danach sei er, noch mit der Waffe in der Hand, geflohen. US-Medienberichten zufolge hatten die beiden Männer gerade die Moschee im Viertel Ozone Park verlassen und trugen noch ihre Tracht.
Feindselige Umgebung
Ein Mitglied der überwiegend aus Bangladesch stammenden Gemeinde sagte der Nachrichtenagentur AP, man habe in letzter Zeit Feindseligkeit in der Umgebung wahrgenommen. So hätten Passanten beim Vorbeigehen an der Moschee geflucht.
Ermittler bei der Untersuchung des Tatorts (Foto: Reuters)
Ermittler bei der Untersuchung des Tatorts
In der Nacht zum Sonntag versammelten sich rund hundert Angehörige der bengalischen Gemeinde zu einer Demonstration und forderten, die Tat als Hassverbrechen zu behandeln. "Wir fordern Gerechtigkeit", riefen die Demonstranten. Auch der Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR) erklärte, es handele sich um ein Hassverbrechen.
In Ozone Park leben viele Muslime. Die meisten von ihnen stammen aus Bangladesch.
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