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martes, 14 de junio de 2016

Venezuela will den Dialog mit den USA beleben


Nach langer diplomatischer Eiszeit will Präsident Nicolás Maduro offenbar wieder mit dem kapitalistischen Erzfeind sprechen. Bisher hatte er den USA vorgeworfen, die schwere Wirtschaftskrise in Venezuela mit zu schüren.
Venezuela Caracas Präsident Nicolas Maduro

Er sei mit dem Vorschlag einverstanden, dass beide Länder eine "neue Etappe des Dialogs" eröffneten, sagte der Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in Caracas. Zuvor war Maduros Chefdiplomatin, Delcy Rodríguez, zu Beratungen mit US-Außenminister John Kerry in Washington zusammengekommen. Die Botschaften in beiden Ländern werden seit 2010, als in den USA George W. Bush und in Venezuela Hugo Chavez die Präsidentschaft inne hatten, nur von Geschäftsträgern geführt.
Wieder ein US-Botschafter in Caracas?
Maduro schimpft oft gegen den US-Imperialismus und beschuldigt Washington, an Destabilisierungsversuchen gegen seine sozialistische Regierung beteiligt zu sein. Der Venezolaner sprach sich nun für schnelle, hochrangige Kontakte aus und schlug vor, beide Staaten sollten wieder Botschafter für das jeweils andere Land ernennen. Die USA hätten Botschafter in Peking, Vietnam und Havanna, aber nicht in Caracas, so Maduro. Der venezolanische Präsident hatte den USA bereits vor zwei Jahren die Ernennung von Botschaftern vorgeschlagen, worauf die US-Regierung aber bislang nicht einging.
Venezuela soll Oppositionspolitiker freilassen
Kerry begrüßte die diplomatische Offensive Maduros. Er sei mit dem Versuch einverstanden, die Beziehungen mit Venezuela zu verbessern, sagte der US-Außenminister vor Journalisten und kündigte an, entsprechende Verhandlungen so schnell wie möglich in Caracas abhalten zu wollen. Es gehe darum, die "alte Rhetorik" hinter sich zu lassen, so Kerry. Gleichzeitig forderte er Maduros Regierung auf, die Freilassung politischer Gefangener voranzutreiben. Derzeit sind mehrere Oppositionspolitiker in Venezuela in Haft, unter anderem Leopoldo Lopez, Anführer der Anti-Regierungs-Proteste, bei denen 40 Menschen ums Leben kamen. Venezuelas Regierung weigert sich allerdings, von politischen Gefangenen zu sprechen.
Hungern in Venezuela
Trotz der ideologischen Feindschaft sind die USA über die Jahre der größte Markt für Venezuelas Erdöl-Exporte geblieben. Der südamerikanische Staat steht gerade am Rande des wirtschaftlichen Kollaps.
Menschen bei Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas (Foto: dpa)
Die jüngsten Demonstrationen gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro löste die Polizei mit Tränengas auf
Im Land mit den größten Ölreserven der Welt mangelt es an Nahrungsmitteln, den Krankenhäusern gehen die Medikamente aus. In den vergangenen Wochen waren hungernde Menschen auf die Straße gegangen. Die Opposition will Maduro per Referendum absetzen.
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