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lunes, 9 de mayo de 2016

Dummes Wortspiel des Armeechefs Empfindsames SRF

André Blattmann (Bild key.)Im «Blick» konnte man heute erfahren, dass SRF-Chefredaktor Tristan Brenn und der Leiter der SRF-«Rundschau», Mario Poletti, einen Brief an den Armeechef André Blattmann geschickt und von diesem eine Entschuldigung gefordert hatten. Blattmann hatte aus Ärger über eine Indiskretion und einen entsprechenden Bericht in der «Rundschau» ein unappetitliches Wortspiel mit dem Namen des Moderators, Sandro Brotz, gemacht. Ferner sagte er, man müsse den «Verräter auf die Schlachtbank» führen. Es zeuge von wenig Demokratieverständnis, schreiben die beiden SRF-Chefs, wenn ein Armeechef «Medienschaffende mit billigen Wortspielen herabsetzen» wolle. Und: «In einem Land, in dem seit jeher die Kraft der Argumente zählt, sind solche Entgleisungen nicht zu dulden.» Wer die Überbringer einer Botschaft unter der Gürtellinie massregle, trete die freiheitliche Ordnung mit Füssen, heisst es weiter im Brief.

Wer einen billigen Witz mit dem Namen eines Missliebigen versucht, hat sich eigentlich bereits degradiert – umso mehr, wenn die verbale Verunstaltung aus dem Mund eines Armeechefs kommt. SRF hat allerdings allzu empfindsam darauf reagiert. Ein dummes Wortspiel sollte einen Journalisten nicht erschüttern, zumal wenn dieses keinen Realitätsbezug zu seiner Person herzustellen vermag. Hätte Blattmann das Schweizer Fernsehen unberechtigt einer Lüge oder einer Fälschung bezichtigt oder sonst wie die Berufsehre der Journalisten gekränkt, wäre die Forderung nach einer Satisfaktion verständlich gewesen. Nun hat SRF angesichts eines ohnehin scheidenden Armeechefs etwas viel staatspolitisches Pathos bemüht.

Der Armeechef hat sich inzwischen entschuldigt
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